Evang.-ref. Kirchgemeinde Seuzach

Cornelia Sprenger

Wandern und Kultur vom 22. Mai 2019

DSC06268<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>seuzach-reformiert.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>171</div><div class='bid' style='display:none;'>1924</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Die erste von drei Veranstaltungen von „Wandern und Kultur“ führte uns zum Kloster Fahr. Eine grosse Schar von 37 Personen wartete am Bahnhof Seuzach. Mit SBB und Tram fuhren wir zur Endstation Hardturm und über den Hardeggersteig erreichten wir das rechte Limmatufer. Eine sehr viel Wasser führende Limmat begleitete uns die nächsten zwei Stunden. Nach den zwei verregneten Tagen genossen wir die Sonne und freuten uns an der wunderschönen Natur. Das Gezwitscher der Vögel, der Besuch eines Reihers, das immerwährende Plätschern der Limmat oder ein sich sonnendes Eidechschen, zogen unsere Blicke auf sich!
Cornelia Sprenger,
Nach knapp zwei Stunden zu Fuss erreichten wir das Restaurant „Zu den zwei Raben“, das zum Kloster Fahr gehört. Dort erwartete uns ein feines Mittagessen. Gestärkt durften wir dann in zwei Gruppen die Klosterkirche und den Klostergarten besichtigen.
Wir erfuhren, dass die Ländereien dem Kloster Einsiedeln durch die Freiherren von Regensberg im Jahr 1130 gestiftet wurden, mit der Auflage, darauf ein Frauenkloster der Benediktinerinnen zu errichten. Die Beziehung des Klosters Fahr zu Einsiedeln ist auch auf dem wunderschönen Wirtshausschild mit den zwei Raben ersichtlich. Die zwei Raben befinden sich nämlich im Wappen des Klosters Einsiedeln. Es ist das weltweit einzige Doppelkloster also ein Männer und ein Frauenkloster.
In Fahr leben zur Zeit circa 20 Nonnen, die im Kloster beten und arbeiten. Ein Teil der Schwestern arbeitet in der Paramentenwerkstatt, die Stoffe für liturgische Gewänder herstellt. Ein anderer Teil aber auch in der Landwirtschaft und im Rebbau.
Schwester Beatrice ist mit Leib und Seele Gärtnerin und pflegt die Gärten des Klosters. Gerne würde ich ein paar Tage zu ihr in die Lehre gehen! Sie kennt jedes einzelne Pflänzlein und weiss gegen welches Leiden oder Wehwehchen man es gebrauchen kann.
Im Innenhof vor der Kirche wähnt man sich eher im Theater als vor einer Kirche, all die schönen Fresken mit den hohen Säulen sehen aus wie ein Bühnenbild!
In der hellen und freundlichen Kirche fühlt man sich wie in einer anderen Welt mit all den wunderschönen Wand- und Deckenbildern!
Im Innern des Klosters meint man noch den Geist von Silja Walter zu spüren. Im Klosterladen kann man sich in ihre Bücher vertiefen und sie auch kaufen. Auch Tee und Honig von den eigenen Bienen werden angeboten.
Beglückt von vielen weltlichen und geistigen Eindrücken nehmen wir den letzten Teil des Limmatuferwegs bis zum Bahnhof Glanzenberg unter die Füsse!
Wieder eine Veranstaltung, die uns Kirche auf eine ganz andere Art erleben lässt. Herzlichen Dank an Verena Wolfer und Hanspeter Mathes fürs organisieren.

Trudi Schneider