Evang.-ref. Kirchgemeinde Seuzach

Cornelia Sprenger

Kultur im Januar

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>seuzach-reformiert.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>1832</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Mit den drei Vorträgen im Januar 2019 wenden wir uns einem Thema zu, das nicht nur in der Vergangenheit und in der Gegenwart, sondern vermehrt auch in der nahen Zukunft die Menschheit sehr beschäftigen wird. Es geht um die Wanderung von Menschengruppen über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg, es geht um Migration, es geht um unvermeidbare Entwurzelung und um Verwurzelung, die möglich gemacht werden sollte.
Pfarrer Hans-Peter Mathes,
Den Anfang macht am Dienstag, 15. Januar 2019 Priska Alldis, die im Auftrag der katholischen Kirche des Kantons Zürich die Fachstelle für Flüchtlinge bei der Caritas Zürich leitet. Das Thema ihres Vortrags lautet:
„Flucht und Asyl in der Schweiz“
Weltweit sind viele Millionen Menschen auf der Flucht. Sie verlassen ihre Heimat, weil sie von Krieg, Terror, Verfolgung oder bitterer Armut bedroht sind. Viele Schicksale dieser Menschen können uns nicht unberührt lassen. Das Asylverfahren in der Schweiz ist kompliziert und komplex. Mit welchen Hürden sind Geflüchtete bei uns konfrontiert? Welche Unterstützung kommt ihnen zu?
Welche Stationen durchlaufen Schutzsuchende und welche Rahmenbedingungen gibt es im Kanton Zürich? Wer kommt in unsere Gemeinde? Was bedeuten bei den Bewilligungen die Buchstaben N, F und B? Was heisst „Vorläufig Aufgenommen“? Wer darf arbeiten, wer nicht und warum? Wer darf die Gemeinde wechseln, wer nicht?
Priska Alldis hilft uns, die Fäden zu entwirren und wird nach dem Referat gerne Fragen beantworten.

Der Referent des zweiten Abends am Dienstag, 22. Januar 2019 ist der Historikerer André Holenstein. Er spricht zum Thema:
„Die Schweiz als Migrationsland. Ein zentrales Thema der Schweizer Gegenwart aus der Perspektive der Geschichtswissenschaft.“
Der 1959 geborene André Holenstein ist ordentlicher Professor für ältere Schweizer Geschichte und vergleichende Regionalgeschichte an der Universität Bern. Er ist Mitglied des Vorstands der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und Mitglied des Museumsrates des schweizerischen Nationalmuseums.
André Holenstein ist Autor des Buches „Mitten in Europa. Verflechtung und Abgrenzung in der Schweizer Geschichte“ welches 2014 im Hier und Jetzt Verlag, Baden erschienen ist. Im gleichen Verlag ist 2018 das Buch „Schweizer Migrationsgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart“ erschienen, bei dem André Holenstein neben Kristina Schulz und Patrick Kury Co-Autor ist.

Am letzten Abend unserer Reihe, am Dienstag, 29. Januar 2019 dürfen wir von einem ganz neuen, hoffentlich erfolgreichen Projekt in unserem Kanton erfahren, und zwar von der Integrationsvorlehre.
Das ist ein Einstieg in die Berufslehre für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Menschen.
Seit letztem Sommer setzt der Kanton Zürich das Projekt der Integrationsvorlehre im Rahmen des entsprechenden Pilotprogramms des Staatssekretariats für Migration (SEM) um. Während der Integrationsvorlehre arbeiten die Lernenden im Vorlehrebetrieb und besuchen an durchschnittlich 1.5 Wochentagen den schulischen Unterricht.
Die Integrationsvorlehre wird im Kanton Zürich in folgenden Berufsfeldern umgesetzt: Automobil, Betriebsunterhalt, Detailhandel, Garten, Gastgewerbe, Gebäudetechnik, Gebäudereinigung, Gleisbau und Logistik.
Den Abend gestaltet eine Vertreterin des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, der Vertreter eines Lehrbetriebs, sowie wenn möglich auch ein Lernender.

Im Anschluss an diesen Abend sind alle ganz herzlich zu einem Apéro eingeladen.

Alle drei Vorträge beginnen um 20.00 Uhr und finden im Saal Zentrum Oberwis an der Stationsstrasse 34 in Seuzach statt.
An allen drei Abenden ist der Eintritt frei, jedoch wird eine Kollekte erhoben, die für eine Ferienwoche für Flüchtlingsfamilien bestimmt ist. Das ist ein Angebot der reformierten und katholischen Kirche des Kantons Zürich, sowie von Solinetz Zürich und wird vom 12. bis 18. August 2019 im Hasliberg stattfinden.

Hans-Peter Mathes