Evang.-ref. Kirchgemeinde Seuzach

Cornelia Sprenger

Wandern und Kultur vom 29. August 2018

Wandern und Kultur August 2018<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>seuzach-reformiert.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>150</div><div class='bid' style='display:none;'>1779</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Die letzte der drei Veranstaltungen, die uns die reformierte Kirche für das Jahr 2018 angeboten hat, führte uns nach Gachnang. 15 aufgestellte Personen trafen sich um 09.30 Uhr am Bahnhof Seuzach, wo uns der „Thurbo“ um 09.37 Uhr bis nach Oberwinterthur mitnahm. Dort wechselten wir in den Zug nach Frauenfeld und er-reichten schon bald das Ziel der Bahnfahrt – Islikon.
Dolly Gfeller,
Ab hier ging es auf einer wunderschönen, leichten Wanderung durch die immer noch sommerliche Natur nach Gachnang, wo wir von unserem Gastgeber, Christian Herrmann empfangen wurden. Schon die herzliche Begrüssung des Gastgebers, einem treuen Studienfreund unseres Pfarrers, Hans-Peter Mathes, tat uns allen wohl. Pfarrer Herrmann ist schon seit über 30 Jahren in Gachnang tätig. Kein Wunder, weiss er über die Geschichte dieses Dorfes unglaublich viel zu erzählen. Zum Beispiel über die kleinen Machtkämpfchen der Grenzlegung von Gachnang, den ehemaligen Standort des Grenzsteins zwischen Zürich und Thurgau, und auch dem heutigen, zu dem er letztendlich beigetragen hat.

Gebannt hören wir seinen vielen Geschichten zu, und es wäre wohl am besten gewesen, wenn wir ein Aufnahmegerät dabei gehabt hätten, damit dieser Bericht wirklich umfassend geworden wäre. Wir vernahmen so viel, dass wir leider nur einen bescheidenen Teil wirklich in Erinnerung behalten können. Die Geschichte der Kirche selbst vernehmen wir dann alle zusammen vor und in der wunderschönen, imposanten Kirche selbst, die sehr oft renoviert und erweitert wurde. Auch hier staunten wir weiter über Christian Herrmanns Wissen und seine gewandte Redekunst, die uns alle in den Bann zogen.

Die Krönung war dann der Aufstieg in den Kirchturm – ich habe leider die vielen Treppenstufen nicht gezählt, die uns dorthin führten. Auf einem Zwischenpodest genossen wir so richtig „von oben herab“ die weite Aussicht – wunderschön. Wir erhielten alle Ohrenpfropfen, weil wir uns ganz zuoberst, also bei den fünf Glocken wieder versammelten. Und dann erlebten wir etwas, was wohl nur wenigen widerfährt: mit allen fünf Glocken läutete die Kirche die Mittagszeit ein!!! Dieses Erlebnis war für mich – und sicher auch für alle andern – eine Erfahrung, die man wohl nur einmal im Leben macht. Es machte mich schlicht und einfach sprachlos und wird sicher nicht nur mir unvergesslich bleiben!

Nach einem kurzen Apéro auf einer etwas tieferen Plattform (bei den Glocken hätten wir gar nicht Platz genug gehabt) und einer Abschiedsansprache unseres Gastgebers stiegen wir – sichtlich beeindruckt vom Erlebten und dankbar für alles – die vielen Stufen wieder hinunter und machten uns auf den Weg ins Restaurant „Raben“, wo wir ein weiteres Mal verwöhnt wurden. Eigentlich wäre an diesem Tag „Wirtesonntag“ gewesen, aber das Wirtepaar machte extra für uns eine Ausnahme und verwöhnte uns mit einem leckeren Mittagessen samt Dessert. Auch ihnen gebührt unser herzliches Dankeschön.

Gestärkt und voller Elan machten wir uns dann auf den Heimweg, via Libesberg, Bertschikon nach Wiesendangen, wo sich ein paar, die nicht so lange wandern konnten oder mochten, von uns trennten, und sich mit dem Bus zur Bahnstation bringen liessen. Der Rest genoss die weitere Wanderung zu Fuss, und mit viel Glück erreichten wir Seuzach gerade noch, bevor Petrus kurz die Schleusen öffnete und unserer durstenden Erde ein Geschenk machte.

Dankbar, glücklich und zufrieden kamen alle gesund und voller grossartiger Erlebnisse daheim an, wo wir noch lange von diesem gelungenen und erfreulichen Ausflug zehren können.

Ein grosses Dankeschön für all die zeitraubenden Vorbereitungsarbeiten und die sorgsame Begleitung gebührt einmal mehr Verena Wolfer und Hans-Peter Mathes, die es immer wieder verstehen, uns zu begeistern und zu verwöhnen!

Eine dankbare Mitwandererin
Dolly Gfeller
Fotos: Brigitta Schumacher